Journalistenzentrum Deutschland

DPV und bdfj fordern Bundesregierung auf, Schutzausrüstung für Journalisten in Kriegsgebieten zu stellen

15.03.2022

Der Krieg in der Ukraine stellt auch die vor Ort befindlichen Journalisten vor große Herausforderungen. "Nicht nur freiberufliche Journalisten verfügen in der Regel kaum über eine für Kriegsgebiete ausreichende persönliche Schutzausrüstung", sagt Christian Laufkötter, Sprecher der beiden Berufsverbände DPV und bdfj. "Es wäre daher sehr hilfreich, wenn die Bundesregierung den Journalisten vor Ort zeitweise schusssichere Westen und Helme zur Verfügung stellen würde."

Begleitend appellieren die Medienorganisationen an das Bundesministerium der Verteidigung (BMVg), jedem interessierten Journalisten einen kostenfreien Zugang zu der Basiseinweisung 'Schutz und Verhalten in Krisenregionen' zu gewähren, welche es in Kooperation mit der für Medien zuständigen Berufsgenossenschaft ETEM regelmäßig veranstaltet.

Die beiden Berufsverbände fordern deshalb die Bundesregierung in einem Schreiben an Ministerin Christine Lambrecht auf, unbürokratisch persönliche Schutzausrüstung und -ausbildung für Journalisten zur Verfügung zu stellen. "Damit kann die Regierung dazu beitragen", so Laufkötter weiter, "dass zumindest ein Teil der Wahrheit in der Ukraine nicht auf der Strecke bleibt."

Zur Pressemitteilung

Umfrage "State of the Media - Wissen, was Journalisten möchten"

08.02.2022

DPV und bdfj ermöglichen ihren Mitgliedern dieses Jahr, sich an der Umfrage "State of the Media - Wissen, was Journalisten möchten" zu beteiligen. Denn es ist wichtig, dass Entscheider und Öffentlichkeit über den Zustand von Medienschaffenden informiert sind. Aus diesem Wissen können Entscheidungen und Beurteilungen abgeleitet werden. Die quälenden letzten Jahre mit Corona als Schwerpunkt hat die Arbeit vieler Journalisten verändert. Wie in vielen anderen Branchen ist auch die Medienarbeit mit großer Geschwindigkeit im digitalen Bereich gewachsen. Entsprechend geben einige Journalisten an, dass ihnen Außentermine fehlen und sich ihre Arbeit geändert hat, weil weniger persönliche Kontakte möglich sind. Die Themen werden nicht vor Ort recherchiert und es werden auch keine Bilder vor Ort gemacht. Nicht selten findet die komplette Recherche online statt. Unverändert hoch ist der wirtschaftliche Druck, der auf den Medienhäusern lastet. Dieser wirkt sich auch auf die Arbeit der Journalisten aus. Ihnen steht weniger Zeit für Recherchen zur Verfügung, dennoch sollen sie die Qualität ihrer Arbeit hochhalten. Beispielsweise berichteten im letzten Jahr 52,9 Prozent der teilnehmenden Journalisten, dass sie fünf oder mehr Themenbereiche abdecken müssen. Im Einzelfall wird es fast unmöglich, sich in jeden der Bereiche stetig auf dem Laufenden zu halten. Dazu müssen die Medienschaffenden wöchentlich viele Beiträge einreichen.

Filmart Veranstaltung kurzfristig abgesagt

18. – 20.01.2022

Die Filmart ist als Präsenzveranstaltung kurzfristig abgesagt wurden. Als Grund dafür wurde die Ausbreitung der Omicron Variante von Covid-19 angeführt. Das Event gilt branchenintern mit dem produzierten Material von über 700 Produzenten als eines der wichtigsten Filmfestivals weltweit. Auf diesem Ereignis geben sich für gewöhnlich die Branchengrößen die Hand. Die geplante Teilnahme von DPV und bdfj an den Seminaren und vielen weiteren Veranstaltungen zum Thema Dokumentationen fiel entsprechend aus.

Film Gate Acting Workshop

15.01.2022

Einprägsame Charaktere sind der Kern jeder erfolgreichen Film- oder Fernsehproduktion – dies gilt auch für viele Dokumentarfilme. Auf dem Workshop erlernen angehende Dokumentarfilm-Teilnehmer technische und praktische Bühnentechniken. Das Journalistenzentrum Deutschland interessiert sich besonders für die Vor- und Nachteile des Schauspielgeschäfts. Außerdem gewinnen DPV und bdfj Kenntnisse über die spezifischen Tipps aus diesem Bereich der Medienbranche. Zu den Themen gehören unter anderem: arbeiten an komplexeren Texten; Einbeziehen von erhöhter Sprache, um Umstände (wer/was/wann/warum/wo) als Grundlage einer Szene zu schaffen; arbeiten an Moment-zu-Moment- und Textanalysen; Lerntechniken, um die Hinweise des Materials und des Dramatikers zu identifizieren; Arbeit an Casting-Seiten für TV/Film sowie eine Frage-Antwort-Runde über die Branche und den Werdegang eines Schauspielers.