Journalistenzentrum Deutschland

Medienmagazin journalistenblatt 4-20

10.11.2020

Das Medienmagazin journalistenblatt erscheint u.a. mit folgenden Inhalten: Birk Meinhardt, einst preisgekrönter Reporter der SZ, dokumentiert seine Entfremdung vom Journalismus in dem Buch „Wie ich meine Zeitung verlor“; Das Bundesverfassungsgericht befand, dass Strafverfolger und Nachrichtenbehörden zu leichtfertig persönliche Daten abfragen; Stefan Niggemeier und Boris Rosenkranz haben es geschafft: Sie sind Medienunternehmer. Ihre Seite Übermedien trägt sich; Samira El Ouassil gehört seit 2018 zum Übermedien-Team. Im Interview spricht sie über Podcast-Frauen und wie sie mit ihrer ersten Kolumne durch das „Qualitätsnetz“ von Übermedien fiel; Mister X – Wenn die Identität öffentlich wird und weiteren interessanten Themen.

Grundsatzentscheidung dient der Rechtspflege

04.11.2020

Leider geht es auch zwischen Kollegen nicht immer ganz reibungslos zu, und manchmal versagen auch persönliche Schlichtungsgespräche bzw. eine Mediation. Dann ist es von Vorteil, wenn der Berufsverband hinter einem steht. Beispielsweise, wenn es sich um Frage von grundsätzlicher Thematik handelt, welche durch die bisherige Rechtsprechung -noch- nicht abgedeckt ist. Der Einzelne hat jedoch selten die finanziellen und zeitlichen Möglichkeiten, einen derartigen Rechtsstreit durchzuführen, welcher bis zur rechtskräftigen Entscheidung nicht selten durch mehrere Instanzen wandert. Um die Ansprüche von Journalisten generell und jene der Mitglieder von DPV und bdfj im Speziellen durchzusetzen, gibt es die Grundsatzentscheidung. Diese ermöglicht Mitgliedern, eine Übernahme der Prozessführung bzw. des Prozesskostenrisikos durch die Berufsverbände  zu beantragen. Die Grundsatzentscheidung kommt der Entwicklung der Gesetzgebung, Judikatur und der Rechtspflege und damit der gesellschaftlichen Entwicklung in Deutschland zugute.

Forschungszentrum der Deutschen Bundesbank setzt Studie mit ausgewählten Institutionen fort

30.10.2020

Das Forschungszentrum der Deutschen Bundesbank führt seine Studie mit ausgewählten Institutionen fort. Bereits im Juli unterstützte das Journalistenzentrum Deutschland die Untersuchung und nahm an den ersten Befragungswellen teil. Diese beschäftigten und beschäftigen sich mit den außergewöhnlichen Herausforderungen, welche aus den aufgrund von Corona getroffenen Maßnahmen resultieren. Der Veränderung der wirtschaftlichen Lage und deren Einfluss auf die Beschäftigungssituation wird nachgegangen. Neben der Abfrage bisheriger Daten spielen auch die Zukunftserwartungen eine Rolle. DPV und bdfj machen auf die negativen Folgen für die Medienwirtschaft insgesamt und den einzelnen Journalisten aufmerksam.

Gerichte stärken (Foto-)Journalisten den Rücken

02.10.2020

In der aktuellen Ausgabe des Medienmagazins NITRO berichtet der Hausjustiziar von DPV und bdfj ausführlich über erfreuliche Entscheidungen deutscher Gerichte zugunsten der Rechte von (Bild-)Berichterstattern. Denn als Journalist steht man nicht nur ständig unter dem Druck, neue und interessante Themen zum Gegenstand seines Artikels zu machen oder aussagekräftiges und ansprechendes Bildmaterial zu produzieren. Hinzu kommt, dass man ständig die Rechte Dritter im Auge behalten muss. Mitarbeiter von Redaktionen und insbesondere Freiberufler kennen das leidige Thema „Drittrechte” nur allzu gut.

IPI World Congress 2020 gestartet

15.09.2020

Der IPI World Congress 2020 hat begonnen. Er wird in den nächsten vier Wochen online auf Zoom jeden Dienstag und Donnerstag stattfindet. Zum Auftakt des Eröffnungstages werden Gary Liu, CEO der South China Morning Post, und Lauren Williams, Vizepräsidentin und Chefredakteurin von Vox Media Network, über den Aufbau nachhaltiger Nachrichtenmedien im digitalen Zeitalter sprechen. Espen Egil Hansen von Schibsted wird, zusammen mit Wolfgang Krach, Chefredakteur der Süddeutschen Zeitung, und Ferial Haffajee von Daily Maverick über Publikum und Journalismus Produkte in der Aufmerksamkeitswirtschaft diskutieren. Als Höhepunkt am ersten Tag spricht der scheidende CEO der New York Times, Mark Thompson, mit IPI-Vorstandsmitglied und Chefredakteurin Beata Balogová (SME) über die Erfahrungen der New York Times. Die vollständige Liste der Redner finden Sie HIER, das Programm gibt es HIER. Wir hoffen, dass Sie die Gelegenheit nutzen können, an interessanten Diskussionen kostenlos von Ihrem eigenen Büro oder Zuhause aus teilnehmen zu können. Wenn Sie sich noch nicht angemeldet haben, können Sie dies HIER kurz erledigen. Vertreter von DPV und bdfj gehören dem dreiköpfigen Vorstand von IPI-Deutschland an.

Umfrage: Folgen der Corona-Maßnahmen für freiberuflich tätige Journalisten

11.09.2020

Das Gros der freiberuflichen Journalisten muss durch die aufgrund des Coronavirus getroffenen Maßnahmen mit wesentlichen Umsatzeinbußen kämpfen. Viele von ihnen sind nie zuvor durch eine solche Krise herausgefordert worden und anders als große Unternehmen wenig abgesichert. Daher müssen im Mittelpunkt der politischen Sicherungsmaßnahmen in den nächsten Wochen kleine und mittlere Unternehmen stehen, an denen die Freiberufler einen hohen Anteil haben. Damit sie von den Maßnahmen der Bundesregierung vollumfänglich profitieren können, müssen die wirtschaftlichen Folgen bekannt sein, welche freie Journalisten treffen. Um uns gemeinsam mit dem Institut für Freie Berufe und dem Bundesverband der Freien Berufe (BFB) für die Freiberufler in DPV und bdfj stark machen zu können, wird eine ausreichende Datenbasis als Argumentationsgrundlage benötigt. Deswegen bitten wir alle Freiberufler, sich an der Umfrage zu beteiligen, zu der wir die Mitglieder angeschrieben haben.

Journalisten sind systemrelevant für die Meinungsbildung

17.08.2020

Stellvertretend für das Journalistenzentrum Deutschland berichtet der DPV in der Zeitschrift "der freie beruf" über die Probleme von Journalisten in Folge der Covid19-Maßnahmen. Im Corona-Special geben führende Kammern, Verbände und Institutionen neben verschiedenen Ministern ihre Sicht auf Probleme sowie ihre Hoffnungen auf Chancen wieder. Die Positionen der dem DPV und der bdfj angeschlossenen Journalisten finden hier eine öffentliche Reichweite. Der Bundesverband der Freien Berufe (BFB) vertritt als einziger Spitzenverband der freiberuflichen Kammern und Verbände die Interessen der Freien Berufe in Deutschland. Die Gemeinwohlorientierung ist ein Alleinstellungsmerkmal der Freien Berufe.

journalistenblatt mit neuer Ausgabe

10.08.2020

Die aktuelle Ausgabe des journalistenblatt beschäftigt sich u.a. mit diesen Themen: Die Corona-Krise und das Zeitungssterben. Homeoffice - Cover your ass. Deutsche Gerichte stärken (Foto-)Journalisten den Rücken. Bildbearbeitung - Anpassungen über das Werkzeug "Gleiche Farbe". Hier gelangen Sie zum journalistenblatt.

Planungen hinsichtlich Pressereisen Expo 2021/22 mit Hintergrundgesprächen und Fachwissen

28.07.-08.08.2020

Nachdem die Expo 2020 aufgrund der Corona-Maßnahmen auf den neuen Zeitraum 1. Oktober 2021 bis 31. März 2022 verlegt wurde, bemüht sich das Journalistenzentrum Deutschland mit seinen Berufsverbänden DPV und bdfj bereits jetzt um neue Absprachen, um zu diesem Termin eine oder mehrere Pressereisen in die Emirate anzubieten. Es werden Kontakte geknüpft, um nachgefragte Gesprächspartner zu treffen oder außergewöhnliche Orte, Organisationen oder Einrichtungen zu besuchen. So erhält man einen guten Einblick in die tatsächlichen Geschehnisse dieser Region und kann Erfahrungen aus erster Hand publizieren. Dabei kann jeder teilnehmende Journalist individuelle Recherchewünsche äußern, welche -soweit immer möglich- berücksichtigt werden.

Verbände des Journalistenzentrum Deutschland unterzeichnen Petition "Unterstützung für Maria Ressa und philippinische Medien"

22.07.2020

Maria Ressa, Vorstandsmitglied des International Press Institute (IPI), wurde am 15. Juni des Jahres -zusammen mit ihrem ehemaligen Kollegen Reynaldo Santos Jr. aus der Rappler Redaktion- wegen eines Artikels über einen Geschäftsmann aus dem Jahr 2012 verurteilt. Als Rechtsgrundlage gilt ein Cyberkriminalitätsgesetz, das erst nach Erscheinen des Artikels in Kraft getreten war. Sie und weitere Medienmacher wurden angeklagt, als nach Inkrafttreten dieses Gesetzes ein Rechtschreibfehler in dem Artikel korrigiert wurde. Dies wiederum war in dem Urteilsspruch als "Aktualisierung" gewertet worden. Für CNN berichtete Maria Ressa fast zwei Jahrzehnte lang aus Südostasien und gründete dann die mehrfach preisgekrönte Nachrichtenseite Rappler. Das mögliche Strafmaß beläuft sich auf mindestens sechs Monate bis zu sechs Jahren Haft. Aktuell sind Ressa und Santos gegen Kaution auf freiem Fuß. Ihnen droht jedoch weiterhin eine hohe Gefängnisstrafe, sollte das Urteil nicht in einem Berufungsverfahren gekippt werden. Heute steht Maria Ressa in einem weiteren Verfahren erneut vor Gericht. Insgesamt sieht sich die Journalistin in mindestens sechs weiteren Fällen mit Vorwürfen gegen sie oder Rappler konfrontiert; unter anderem wegen angeblicher Verleumdung und Steuerhinterziehung. Insgesamt stünde darauf fast ein Jahrhundert Haft. DPV und bdfj unterstützen die Petition, welche unter anderem von Reporter ohne Grenzen (ROG), dem Komitee zum Schutz von Journalisten (CPJ) und dem International Center for Journalists (ICFJ) initiiert wurde. Gemeinsam wird an die philippinische Regierung appelliert, die Strafverfolgung von Maria Ressa und die Attacken auf unabhängige Medien sofort einzustellen. Die Philippinen gehören zu den gefährlichsten Ländern für Journalisten in Asien.