Journalistenzentrum Deutschland

Daten-Hinterlegung für den Ernstfall

Wenn beim Ausüben des Berufs wichtiges Recherchematerial beschlagnahmt wird, wenn der Presseausweis verloren geht oder sonstiges Ungemach droht, kann es für Journalisten wichtig sein, unkompliziert und schnell wieder an die persönlichen Daten zu kommen.

Deshalb können Mitglieder, die z.B. ins Ausland reisen, Kopien von bedeutenden Dokumenten (generell bis zu 20 DIN-A4 Seiten) wie Reisepass, Visa, Führerschein, Kreditkarten, Presseausweis u. ä. in der Bundesgeschäftsstelle hinterlegen (in einem offenen oder in einem verschlossenen Umschlag). Dazu ist der Notfall-Assistenz-Vordruck zu verwenden, in dem auch die Reiseroute und Reisedaten sowie Seriennummern von Kamera und Notebook eingetragen werden können.

Die Unterlagen werden in einen Safe aufbewahrt. Sämtliche Daten werden vertraulich behandelt und nur im Notfall benutzt.

Sollten dem Verband dann Situationen wie Inhaftierungen, Entführungen o. ä. gemeldet werden, so kann sich die bdfj ausserdem mit dem Auswärtigen Amt wie auch mit kooperierenden Institutionen wie Reporter ohne Grenzen e.V. in Verbindung setzen. In einer Zwangslage übernimmt der Verband die Weiterleitung der Informationen (gewöhnlich per Telefax oder per Email) an beispielweise Botschaften, andere Organisationen oder an den Journalisten selber, damit neue Dokumente beschafft oder Recherchen durchgesetzt werden können. Ein selbst eingerichtetes Passwort schützt vor Mißbrauch und ist Voraussetzung für die Weitergabe an Dritte.
Die bdfj macht auf die Situation aufmerksam und engagiert sich für eine schnelle Hilfe.

Der "Notfall-Assistenz-Vordruck" mit Hinweisen zum Handling kann von Mitgliedern bei der Bundesgeschäftsstelle abgefordert werden.