Journalistenzentrum Deutschland

Verlegerverbände geben gegenüber DPV Unterlassungserklärung ab

16.01.2018

Zeitungsverlegerverbände des VDZ (Verband der Zeitungsverleger) geben auf einer ihrer Webseiten in Bezug auf den von ihnen ausgestellten Presseausweis falsche Tatsachenbehauptungen an. Mit heutigem Datum geben sie aus diesem Grund gegenüber dem DPV die erforderliche strafbewehrte Unterlassungserklärung ab. 

Presseball Berlin seit 1872 - DPV und bdfj wieder Medienpartner

13.01.2018

Der Presseball Berlin wurde 1872 als Wohltätigkeitsveranstaltung zugunsten notleidender Journalisten ins Leben gerufen. Er gehört zu den schönsten und wichtigsten Begegnungsplattformen für Persönlichkeiten aus der internationalen Medienwelt sowie aus Wirtschaft, Kultur und Politik. Die Gäste nutzen das besondere Flair und tanzen, unter anderem zu Boney M., bis in die frühen Morgenstunden. DPV und bdfj sind auch in diesem Jahr wieder die Medienpartner des Presseball Berlin.

Netzwerkdurchsetzungsgesetz zeigt schon beim Start negative Auswirkungen auf die Meinungsfreiheit

05.01.2018

Der zeitweise abgeschaltete Twitter-Account der Titanic-Redaktion zeigt beispielhaft, dass das Netzwerkdurchsetzungsgesetz (NetzDG) erhebliche negative Auswirkungen auf die Meinungsfreiheit in Deutschland haben kann. „Es kann nicht sein, dass von den Grundrechten geschützte Satire von juristischen Laien eines privaten Unternehmens in Unkenntnis der begrifflichen Definition und der rechtlichen Situation aus dem Netz gelöscht wird, nur um einer möglichen Strafe zu entgehen“, sagt Christian Laufkötter, Pressesprecher des Journalistenzentrum Deutschland. „Auch an diesem Vorfall wird deutlich, dass der Schuss des Justizministers deutlich nach hinten losgegangen ist.“ Anfang des Monats wurde der Twitter-Account der Titanic-Redaktion aufgrund eines satirischen Tweets gegen die AfD-Politikerin Beatrix von Storch vorübergehend gesperrt, da sich die Redaktion weigerte, den strittigen Tweet zu löschen. Bereits während des Gesetzgebungsverfahrens hat der DPV Deutscher Presse Verband als einer der beiden Trägerverbände des Journalistenzentrum Deutschland gemeinsam mit zahlreichen anderen Verbänden und Institutionen auf die Gefahren einer solchen willkürlichen Handhabung von strittigen Inhalten hingewiesen. Eine Trennung zwischen freier Meinungsäußerung und einer strafbaren Wortwahl fällt, wie jetzt noch einmal deutlich wurde, den privaten Plattformbetreibern schwer, weshalb sie im vorauseilenden Gehorsam mehr löschen als nötig.

"Freilassung von Mesale Tolu ist ein wichtiger Schritt"

20.12.2017

Die Entlassung der deutschen Übersetzerin und Journalistin Mesale Tolu aus der Untersuchungshaft ist von vielen politischen und berufsständischen Organisationen mit Erleichterung aufgenommen worden. „Wir freuen uns für Mesale Tolu und ihre Familie“, sagte heute Christian Laufkötter, Pressesprecher des Journalistenzentrum Deutschland. „Gleichzeitig müssen wir aber auch mit Nachdruck darauf hinwirken, dass alle aus politischen Gründen inhaftierten Journalisten endlich wieder freikommen.“ Derzeit sind in der Türkei noch mehr als 150 Journalisten in Gefängnissen festgesetzt. Auch der Fall des seit Februar 2017 inhaftierten deutsch-türkischen Journalisten und Welt-Korrespondenten Deniz Yücel sorgt nach wie vor für Unbehagen. „Es ist mit der Rechtsstaatlichkeit nicht vereinbar, dass mehr als neun Monate nach der Festnahme Yücels noch keine Anklage erhoben worden ist“, so Laufkötter. „Zwar sind die Bedingungen der Untersuchungshaft mittlerweile gelockert worden. Yücel muss unserer Auffassung nach aber umgehend freigelassen werden.“ Das Journalistenzentrum Deutschland appelliert an die deutsche Regierung, alles in ihrer Macht Stehende zu unternehmen, um die inhaftierten Journalisten in der Türkei freizubekommen. Die Presse- und Meinungsfreiheit darf nicht an Europas Haustür mit Füßen getreten werden.

DPV und bdfj veranstalten International Journalismus Conferenz (IJC) in Südost-Asien

09.-11.12.2017

Mehr als 400 Teilnehmer und Referenten aus acht Nationen tauschen sich in Lahore auf der International Journalism Conference (IJC) zu zahlreichen Themen rund um die Zukunft des Journalismus aus. Erstmalig fand in Pakistan ein derartiger Medienkongress statt, welchen das Journalistenzentrum Deutschland als ausländischer Partner mitveranstaltete. „Wir arbeiten seit vielen Jahren eng mit der Foundation for Promotion of Academic Collaboration, kurz FPAC, zusammen, um in Pakistan und Südostasien den Austausch zwischen Journalisten und Studierenden aus dem Medienbereich zu fördern“, erklärt Shams Ul-Haq, Leiter des Bereichs Internationale Beziehungen des Journalistenzentrum Deutschland. Aamir Rafique, Leiter der Konferenz und Generalsekretär der veranstaltenden FPAC, glaubt, dass der offene Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis den Teilnehmern geholfen hat, an einer starken und besseren Medienlandschaft mitzuarbeiten. „Freie Medien sind ein lebendiger Teil einer freien Gesellschaft“, sagte er. „Doch auch diese Freiheit muss permanent durch eine Selbstüberprüfung gewährleistet werden.“ Zu den Themen, die auf der Konferenz zum Teil kontrovers diskutiert wurden, gehörten daher auch viele Aspekte aus den sozialen Netzwerken, die Auswirkungen der Internetnutzung von Jugendlichen oder wie sich die Werbung auf dem Handy auf das Konsumverhalten der Menschen auswirkt. Auch die Rolle der Medien auf die Darstellung einzelner Länder im jeweiligen Ausland oder die Auswirkungen digitaler Angebote auf die Erziehung von Kindern und Jugendlichen gehörten zu den Diskussionspunkten.

Journalisten betonen neu gewonnene Erfahrungen auf Pressereise

06.-13.12.2017

Auf der von DPV und bdfj veranstalteten Pressereise in die pakistanische Kulturhauptstadt Lahore nutzen die teilnehmenden Kollegen die Möglichkeit, eigene Recherche-Interessen individuell mit dem Fachgruppenleiter für Internationale Beziehungen abzustimmen. Im Fokus dieser Pressereise stehen neben einer Teilnahme an der gleichfalls von DPV und bdfj mitveranstalteten International Journalism Conference (IJC) Politik, Kultur, Wirtschaft, Bildung und Medien. Die mitgereisten Korrespondenten erhalten einen guten Einblick in die tatsächlichen Geschehnisse vor Ort und können Erfahrungen aus erster Hand publizieren. 

DJV unterliegt auch im Hauptsacheverfahren

30.11.2017

Nachdem das Landgericht Hamburg bereits der Einstweiligen Verfügung stattgegeben hatte, unterliegt der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) erneut. Die Richter haben auch im Hauptsacheverfahren in dem heute verkündeten Urteil der Klage des DPV im vollen Umfang stattgegeben. Der DPV Deutsche Presse Verband musste vor Gericht gehen, weil die Gewerkschaft DJV in ihrem Mitglieder- und Abonnementenmagazin Journalist als Herausgeber unlautere Aussagen über den DPV verbreitet hat. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

DPV Mitorganisator der International Journalism Conferenz 2017

26.10.2017

Der DPV ist Mitorganisator der International Journalism Conferenz 2017, welche vom 9. bis 11. Dezember in Südost-Asien stattfinden wird. Internationale Referenten und Journalisten tauschen Erfahrungen aus und diskutieren in Lahore/Pakistan, um zu Verbesserungen des bestehenden Status Quo zu kommen. Denn das Veranstaltungsland steht Pakistan steht an der Spitze der Länder, in welchen die meisten Journalisten in Ausübung ihres Berufs ermordet werden. Warum ist das so, wie kann dieser Tatsache begegnet werden? Aktuelle Morde und Mordsversuche an Medienmachern in Europa bringen das Thema in dem Publikumsmedien zusätzlich auf die Agenda: Pakistan verfügt seit längerem über eine breite Medienvielfalt. Aber wie groß ist der Bedarf an mehr Ausbildung für Journalisten? Wie können sich pakistanische Medienschaffende effektiver vor Mordanschlägen schützen? Wie wird die Flüchtlings- und Migrationswelle in Südost-Asien publiziert? Was können europäische Medien daraus lernen? Die Geister, die ich rief... die Nordkorea-Krise und ihre unterschiedliche Bewertung in den Medien. Interessenten können sich ab dem 6. November 2017 unter www.pressereisen.org informieren und für eine Pressereise inklusiv Kongressteilnahme anmelden.

Strategien zur Umsetzung von Medieninteressen

07.10.2017

Mitarbeiter, Pressesprecher und Fachgruppenleiter von DPV und bdfj treffen sich in Recklinghausen, um die Strategiegespräche zur zukünftigen Umsetzung der Interessen der Berufsgruppe Journalisten fortzusetzen. Im Fokus stehen Fragen praktischer Natur wie auch die Durchsetzung gegenüber Dritten. Das Journalistenzentrum Deutschland steht im Dialog mit anderen Branchenverbänden, Politik, Öffentlichkeit und vor allem Journalisten, um ergebnisorientiert, praxisnah und effektiv die Entwicklung sowie die Pflege der Berufslandschaft zu unterstützen. DPV und bdfj sind kompetenter Ansprechpartner rund um das Thema "Journalismus" und unterstützt Gerichte, Ministerien und Behörden mit ihrem Fachwissen. Die Verbände erstellen Gutachten ebenso wie fachliche Stellungnahmen.

Treffen mit afghanischem Botschafter

04.10.2017

Vorstandsvertreter und Fachgruppenleiter treffen sich in Berlin mit dem Botschafter der Republik Afghanistan, um sich über kommende Pressekontakte auszutauschen. Im Mittelpunkt stehen die Themen Organisation Pressereisen, Kontakte zu Medien, Politik und Universitäten sowie Journalistenaustausch und -weiterbildung. Botschafter Ali Ahmad Jalali war und ist auch heute noch journalistisch tätig, u.a. als Kommentator für CNN, ABC, FOX News, MSNBC oder NBC. Daher trafen die Wünsche und Fragen von DPV und bdfj auf offene Ohren.