Journalistenzentrum Deutschland

Schutz der freiheitlichen Grundrechte

25.10.2019

Vertreter von DPV und bdfj beteiligen sich an der heute stattfindenden Debatte unter der Überschrift „Angst essen Freiheit auf - Warum wir unsere Grundrechte schützen müssen". Dabei wird die Frage gestellt, inwieweit sich unsere Gesellschaft -und damit auch wir als Medienvertreter- der Dringlichkeit von Selbstbestimmung noch bewusst sind. Wie leicht geben wir diese Selbstbestimmung für tatsächliche oder auch nur gefühlte Sicherheit auf? Denn wo Sicherheitsgefährdungen behauptet werden, scheint der Zweck jedes Mittel zu heiligen – oftmals wider besserer Erfahrung. Die frühere Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, welche seinerzeit aus Protest gegen den "Großen Lauschangriff" zurück getreten war, gibt in der Diskussion einige Hinweise, mit denen sich Freiheitsrechte gesetzgeberisch umsetzen ließen. Nicht ohne aktuellen Hintergrund erinnert sie den Staat und private Unternehmen an ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts, wonach es mit dem Recht auf informationelle Selbstbestimmung einer Gesellschaftsordnung unvereinbar sei, "in der Bürger nicht mehr wissen können, wer was wann und bei welcher Gelegenheit über sie weiß" (BVerfG, Urteil vom 15.12.1983, Az. 1 BvR 209/83 u.a., Rn. 125).

Deutsche Vereinigung für Parlamentsfragen

23.10.2019

Im Deutschen Bundestag findet heute die Versammlung der Deutschen Vereinigung für Parlamentsfragen (DVParl) statt. Sie ist seit über 40 Jahren der Ort, an dem kritisch und unabhängig die Entwicklung des Parlamentarismus im Bund, in den Ländern sowie auf europäischer und internationaler Ebene diskutiert wird. Gegründet wurde die Vereinigung 1970 von Parlamentariern aus Bund und Ländern, Wissenschaftlern, Beamten und Journalisten mit dem Ziel, dem Parlamentarismus die damals wie heute notwendigen Impulse für seine Weiterentwicklung zu geben und das Verständnis für die Arbeitsweise von Parlamenten und Abgeordneten in der Gesellschaft zu fördern. Die DVParl ist Herausgeberin der renommierten Zeitschrift für Parlamentsfragen, die viermal im Jahr erscheint. Hauptthemen sind Entwicklungen im Bundestag, in den Landtagen und anderen Parlamenten, wobei sowohl politikwissenschaftliche als auch rechtliche sowie parlaments- und wahlsoziologische Fragestellungen diskutiert werden. Im Anschluss an die Versammlung findet das Forum "Im Griff der Netzwerke? Wandel und Herausforderungen der politischen Kommunikation" statt, bei dem Prof. Dr. Otfried Jarren vom Institut für Publizistikwissenschaft und Medienforschung der Universität Zürich den Impulsvortrag hält. Das Journalistenzentrum Deutschland, vertreten durch den DPV, ist seit langem Mitglied der Deutschen Vereinigung für Parlamentsfragen.

Freie Berufe: Garanten einer freiheitlichen Gesellschaft

14.10.2019

"Mut zur Demokratie - Freie Berufe: Garanten einer freiheitlichen Gesellschaft" heißt die in diesem Monat erschienene Publikation des Bundesverbandes der Freien Berufe. Sie zeichnet die Erfolgsgeschichte der Freien Berufe im Spiegel von 30 Jahren Deutsche Einheit. Denn Freie Berufe wie jener des Journalismus machen die Menschen mündig und sind eine gesellschaftliche Errungenschaft. Die Selbstverwaltung der Freien Berufe ist zudem gelebte Subsidiarität und deshalb eine Blaupause für andere Länder. Auch im digitalen Zeitalter müssen sich freiberufliche Journalisten für Qualität verbürgen können. Der Bundesverband der Freien Berufe (BFB) vertritt als einziger Spitzenverband der freiberuflichen Kammern und Verbände die Interessen der Freien Berufe. Neben dem DPV gibt es keinen weiteren Journalistenverband, welcher sich in diesem wirkungsvollen Umfeld für die Belange von freiberuflichen Journalisten engagiert.

Austausch mit Regionalgruppen-Leitern

10.10.2019

Heute treffen sich Vertreter der Bundesgeschäftsstelle und der Regionalgruppen in Mannheim, um den professionellen und lebendigen Wissenstransfer, den Dialog und die Vernetzung der Mitglieder untereinander zu unterstützen. Die Berufsverbände des Journalistenzentrum Deutschland sind Ansprechpartner rund um das Thema "Journalismus" und unterstützt Gerichte, Ministerien und Behörden mit ihrem Fachwissen. Dazu gehören Gutachten ebenso wie fachliche Stellungnahmen. Dieses geschieht auch in Zusammenarbeit mit anderen Verbänden und Institutionen, öffentlichen Stellen, der Wirtschaft und interessierten Dritten. DPV und bdfj fördern und unterstützen nationale und internationale Journalistenvereinigungen mit ähnlichen Zielen und sind Mitglied in zahlreichen Gremien und  Organisationen. Die Regionalgruppen unterstützen die Bundesgeschäftsstelle regional und ortsnah bei der Vertretung der Interessen von Journalisten sowie im Rahmen der Mitgliederbetreuung bei administrativen Aufgaben.

Beratungen über internationale Journalistenhilfe

4.-6.10.2019

Vertreter von DPV und bdfj treffen sich in Frankfurt mit dem Präsidenten einer südasiatischen Menschenrechtsorganisation, um über die Lage in dieser Region und über Hilfsmöglichkeiten für Medienschaffende zu diskutieren. Gemeinsam mit dem Fachgruppenleiter für Internationale Beziehungen des Journalistenzentrum Deutschland werden bei mehrtägigen Treffen Lösungen avisiert und konkrete Umsetzungen vereinbart, welche auch die Weiterentwicklung des von DPV und bdfj mitgegründeten Institute of Journalism (IOJ) einschließen.

Journalistenvertreter beraten sich in Wien

18.09.2019

Am heutigen Tag treffen sich Vertreter und Aktivisten verschiedener internationaler Journalistenorganisationen, um über die aktuelle Lage zur Pressefreiheit und zur Situation von Journalisten in ihren Ländern zu beraten. Bei dem Austausch werden Wege und Mittel erörtert, welche dem einzelnen Berichterstatter in seiner jeweiligen Situation die Berufsausübung erleichtern, ja in manchen Fällen sogar erst ermöglichen. Die Ergebnisse werden in das tägliche Engagement von DPV und bdfj einfließen.

Internationales Fotografie-Festival

12.-13.09.2019

Die Berufsverbände DPV und bdfj informieren sich vorab über das International Photography Festival, welches eine Vielzahl der besten Fotografen zusammenbringt. Begleitet wird die Veranstaltung von Ausstellungen, Workshops, Seminaren, Gesprächsrunden, Screenings, internationalen Wettbewerben und natürlich Foto-Shootings. In Interaktion mit professionellen Fotografen, Fotoenthusiasten, Filmemachern, Studenten und Fotopädagogen informieren sich die Vertreter des Journalistenzentrum Deutschland im Sinne ihrer Mitglieder über aktuelle Branchenstandards und -lösungen.

Business Media International Summit und Awards

11.09.2019

Vertreter des Journalistenzentrum Deutschland beteiligen sich an der heutigen Veranstaltung Smart SMB Summit & Awards. Als europäische Berufsverbände sehen wir auch nach Asien, um zu lernen, wie die dortige Medienbranche mit den Herausforderungen unserer Zeit umgeht. Der Fokus des Events liegt auf dem vielfältigen und dynamischen Segment kleinerer und mittlerer Medienhäuser, welche insgesamt für die größte Anzahl an Beschäftigten in den lokalen Volkswirtschaften der Regionen verantwortlich ist. Hier werden einige der Kernthemen, die die digitale Revolution prägen, überdacht und neue Perspektiven entwickelt, mit denen die digitalen Strategien der Verlage verbessert werden können.

Versammlung International Press Institute Deutschland

27.08.2019

Vorstand und Mitglieder des International Press Institute IPI, der weltweit ältesten Organisation im Engagement für die Pressefreiheit, treffen sich beim MDR in Leipzig, um die Belange des deutschen Nationalkomitees zu koordinieren. Die Vorsitzende, Prof. Dr. Karola Wille berichtete dabei über die Zusammenarbeit mit dem European Centre for Press and Media-Freedom ECPMF, welches seit mehreren Jahren die Angriffe auf Journalisten bundesweit beobachtet. Der Direktor der Press Freedom Programme, Scott Griffen, gab den die Entscheidung über den Weltkongress 2020 bekannt. Er wird in New York an der Columbia University und damit an dem Ort stattfinden, wo IPI vor 70 Jahren gegründet wurde. Patenschaften mit der New York Times und Associated Press wurden vereinbart. In Tschechien und Tansania haben sich zwei neue Nationalkomitees gegründet, welche auch den Berufsverbänden des Journalistenzentrum Deutschland einen kollegialen Zugang gewährleisten. Ein Vertreter von DPV und bdfj sitzt im dreiköpfigen Vorstand des deutschen Nationalkomitees von IPI.

Leistung "Grundsatzentscheidung" hat schon in der Vergangenheit viele Journalisten unterstützt

19.07.2019

Wenn auch häufig unbemerkt, so kommen Journalisten doch beinahe täglich mit juristischen Fragen in Berührung. Bei typischen Problemen kann die Rechtsberatung oder im Einzelfall Hinweise der Presseratgeber weiterhelfen. Viele Konflikte können auch durch die Nutzung der Leistung Vertragsrecht von vornherein vermieden werden. Bei Fragen von grundsätzlicher Bedeutung, welche durch die bisherige Rechtsprechung (noch) nicht abgedeckt sind, bedarf es einer zusätzlichen Unterstützung. Grundsätzliche Rechtsfragen treten beispielsweise bei neuen Rahmenbedingungen, Grenzen der Vertragsfreiheit oder Änderungen von Gewohnheitsrechten auf. Bei entsprechenden richterlichen Entscheidungen spricht man in der Bundesrepublik üblicherweise von so genannten "Grundsatzurteilen". Der Einzelne hat jedoch selten die finanziellen und zeitlichen Möglichkeiten, einen derartigen Rechtsstreit durchzuführen, welcher bis zur rechtskräftigen Entscheidung nicht selten durch alle Instanzen wandert. Um die Ansprüche von Journalisten generell und jene von Mitgliedern des DPV und der bdfj im speziellen durchzusetzen, gibt es die Grundsatzentscheidung. Diese ermöglicht Mitgliedern, eine Übernahme der Prozessführung bzw. des Prozesskostenrisikos zu beantragen. Die Grundsatzentscheidung soll der Entwicklung der Gesetzgebung, Judikatur und der Rechtspflege zugute kommen. Mit dieser Leistung bieten die Verbände des Journalistenzentrum Deutschland ihren Mitgliedern die wohl einmalige Möglichkeit, auf Antrag einen wichtigen Rechtsstreit selbst bei hohem Streitwert und Verfahrenskosten durchzusetzen. Denn was heute noch das Problem eines einzelnen Journalisten ist, kann schon morgen Auswirkungen auf die ganze Medienlandschaft haben. So dient die Grundsatzentscheidung einer erhöhten Rechtssicherheit für alle Journalisten in Deutschland.